Landmaschinenbau in Ostdeutschland

Art.No.: 18028
5,00 *

*) inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten.

Landmaschinenbau in Ostdeutschland
Sofort lieferbar
Lieferzeit 3 - 5 Werktage
Details

Bitte wählen Sie Farbe und Größe aus um den Artikel bestellen zu können!

Landmaschinenbau in Ostdeutschland Editorial

Es war wohl Ende der 90er Jahre, als mich meine damaligen Kollegen im osteuropäischen Ausland fragten, was denn aus den Werken des Fortschritt-Kombinats der DDR geworden ist. Früher, erzählten Sie, da sei man oft zusammen gewesen mit den Leuten aus Stolpen und Weimar, Singwitz und Güstrow, Bernburg und Wutha. Und tatsächlich: Saatgutreiniger aus Thüringen, Melktechnik aus Brandenburg oder Feldhäcksler aus Sachsen-Anhalt gab es in der Sowjetunion auf Schritt und Tritt. Also begann ich zu erforschen, wer denn von den ostdeutschen Landmaschinenwerkern die Wendezeit „überlebt“ hat und wer nicht. Was herauskam, konnte nicht erfreuen. Die Produktionsstückzahlen waren ins Bodenlose gesunken, und neben zahllosen kleineren Produktionsstätten war auch eine ganze Reihe der einstigen Flaggschiffe Anfang der 2000er Jahre in Gefahr. Ob Neustadt oder Schönebeck, Weimar oder Elsterwerda, überall Schwierigkeiten und ungelöste Probleme. Die Geschichte, die ich zum Thema in unsere Zeitschrift schrieb, handelte mehr von Abbau als von Zuwachs.

Entwicklung mit Spätzündung

Entsprechend gering waren die Erwartungen, als ich nun im vergangenen Jahr die Recherchen zu diesem Heft begann. Und nicht nur bei mir. Fast fröhlich hatte mich der verdienstvolle Mitautor dieser Schrift, Prof. Dr. Jürgen Hahn von der Humboldt-Universität zu Berlin, auf die Forschungen eingestellt: „Ach, Herr Tanneberger, das knappe Dutzend Firmen bearbeiten Sie doch in zwei Wochen!“. Doch aus den zwei Wochen wurden Monate. Immer neue Kontakte, Zusammenhänge, Informationen. Das Ergebnis verblüffte am Ende uns alle: Weit über 70 Firmen sind heute im ostdeutschen Landmaschinenbau aktiv! Von Pflugscharen bis Sämaschinen, von Melkständen bis zu Lastanhängern, Saatgutbeizern bis Großtraktoren – was wird da nicht alles gebaut in der Heimat der BauernZeitung!? Sicher, Probleme gibt es auch, aber es ist eine Freude zu sehen, dass sich der wahrhaft traditionsreiche Sektor des Landmaschinenbaus 25 Jahre nach dem gesellschaftlichen Umbruch so erholt hat. Besonderer Dank all jenen Firmen, die am Zustandekommen dieses Sonderheftes inhaltlich und auch finanziell mitgewirkt haben!

Sonderausstellung im Agrarmuseum Wandlitz

In dieser Schrift und parallel dazu in einer Sonderausstellung des Barnim Panorama Agrarmuseum Wandlitz (Brandenburg) geben wir Ihnen nun einen Überblick über die ausgesprochen interessant gewordene Agrartechnikszene im Osten Deutschlands. Wir haben dabei ehrlich nach Vollständigkeit gestrebt. Sollten wir dennoch jemanden vergessen haben, so melde er sich bitte: Wir bitten um Nachsicht und werden seine Firma gern in der zu erwartenden Nachauflage berücksichtigen. Vorher wünsche ich Ihnen jedoch erst einmal anregende Lektüre der vorliegenden Seiten – nicht ohne dem früheren langjährigen Neustädter Forschungsdirektor, Dr. Klaus Krombholz, herzlich für seine geschichtlichen Beiträge zu danken. Erst sie lassen uns die erreichte Entwicklung richtig einordnen – als Verlust wie als Gewinn.

Dr. Thomas Tanneberger
Chefredakteur, BauernZeitung, Berlin

Landmaschinenbau in Ostdeutschland Art.No.: 18028
Landmaschinenbau in Ostdeutschland
5,00 *

*) inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten.

  1. Bitte wählen Sie eine Variante aus!

  2. Menge wählen

  3. "IN DEN WARENKORB" hinzufügen

  4. Weiter einkaufen oder Bestellung abschließen